Bild: Bildschirmfoto YT/Tagesschau

Grip­pe­welle: Der Pharma-Außen­dienst der ARD ver­sucht mit FakeNews das Impf­ge­schäft anzukurbeln

Unge­wöhnlich viele Kinder müssen derzeit wegen eines schweren Grippe-Ver­laufs ins Kran­kenhaus. Kinder- und Jugend­ärzte halten eine Impfung auch von Kindern ohne Risi­ko­fak­toren für sinnvoll.

Die Zahl der schwer ver­lau­fenden Grip­pe­er­kran­kungen bei Kindern ist seit Jah­res­beginn deutlich gestiegen. Anfang Februar kamen etwa fünfmal so viele Kinder mit einer Grippe in große Kin­der­kli­niken wie noch Anfang Januar, wie aus Daten der Deut­schen Gesell­schaft für Päd­ia­trische Infek­tio­logie (DGPI) aus 65 Kli­niken hervorgeht.

Unge­wöhnlich viele Kinder müssten wegen einer Influenza-Erkrankung ins Kran­kenhaus, weil der Verlauf schwer sei, so behauptet es heute bei der Tagesschau.
Betten würden knapp.
Vor allem Fünf- bis Acht­jährige seien betroffen.
„Schwere Ver­läufe“, so darf ein Medi­ziner äußern, was man leicht selbst nach­lesen kann, „äußerten sich vor allem durch eine Lun­gen­ent­zündung, eine schwere Bron­chitis oder Fie­ber­krämpfe“. Was der „Medi­ziner“ indes nicht äußert ist, wie viele der schweren Erkran­kungen, die die ARD als auf Rekordhöhe befindlich aus­geben will, sich äußern, wie er sich äußert, dass sie sich äußern.

Das macht aber nichts, denn der gesamte Beitrag ist ohnehin von einem Außen­dienst­mit­ar­beiter der Phar­mafia geschrieben worden, um den wohl etwas sto­ckenden Absatz von Spritz­brühe bei Kindern und Klein­kindern anzukurbeln:

„Der Sprecher des BVKJ Nord­rhein, Ger­schlauer, weist darauf hin, dass eine Influenza-Impfung für Kinder auch jetzt noch möglich ist: „Für Eltern ist es wichtig zu wissen, dass viele Kran­ken­kassen die Influ­en­za­impfung auch für gesunde Kinder über­nehmen“, sagte Ger­schlauer. „Wer Interesse daran hat, kann auch jetzt noch in seiner päd­ia­tri­schen Praxis nach­fragen, wo die Impfung durch­ge­führt werden kann.“

Für gesunde Kinder gibt es in Deutschland keine Grippe-Impf­emp­fehlung. Bestimmten Risi­ko­gruppen aber emp­fiehlt die Ständige Impf­kom­mission (STIKO) bereits ab einem Alter von sechs Monaten eine Impfung gegen sai­sonale Infuenza.“

Sie sehen, auch wenn Ihre Kinder gesund sind, ist es wichtig, die Phar­mafia reicher zu machen, damit Ihre Kinder auch gesund bleiben. Eine besonders perfide Form des Schuld­komplex an Eltern verteilens.

Indes, alles was die ARD im Hin­blick auf die Anzahl von Kindern, die in Kran­ken­häusern wegen Influenza weilen müssen, schreibt, ist falsch. Deren Zahl ist weder unge­wöhnlich noch ist die Grip­pe­welle 2024/2025 unge­wöhnlich belastend für Kran­ken­häuser, denn die Zahlen liegen im nor­malen Rahmen einer Grip­pe­saison und bleiben deutlich hinter der hef­tigen Grip­pe­welle der Saison 2017/18 zurück, wie man leicht nach­voll­ziehen kann, wenn man weiß, dass die ent­spre­chenden Daten im Rahmen der „syndromische[n] Sur­veil­lance schwerer akuter respi­ra­to­ri­scher Infek­tionen (SARI)“ vom RKI nicht nur erhoben, sondern zeitnah ver­öf­fent­licht werden.

Hier die aktu­ellen Daten, die zeigen, dass weder die Grip­pe­saison 2024/25 außer­ge­wöhnlich ist, noch die Zahl der hos­pi­ta­li­sierten Kinder „unge­wöhnlich“ hoch ist (beachten Sie beim Ver­gleich der Saison 2024/25 mit 2017/18 die unter­schied­liche Einheit der y‑Achse!!!).

Quelle: RKI
Quelle: RKI

Einmal mehr ver­suchen Mit­ar­beiter öffentlich-recht­licher Anstalten ihre Zuschauer zu mani­pu­lieren, sie mit Des­in­for­ma­tionen zu einem Phar­mafia-freund­lichen Ver­halten zu bewegen, finan­ziert von denen, die sie gerade belügen.

Wenn die Betten knapp werden, dann mag das am Bet­ten­abbau liegen, der über die letzten Jahre betrieben wurde.


Der Artikel erschien zuerst hier: ScienceFiles.org